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Drei Textilsammlungen um Charlotte Bing-Hübne

Forschungsarbeit zum Nachlass von Charlotte Bing-Hübner (1899-1994) im Textilmuseum St. Gallen. 1976 erwarb das Textilmuseum die breitgefächerte Bing Gewebe- und Spitzensammlung. Rund dreissig Jahre später erhielt das Museum von Tochter Ellen Frossard-Bing (1927-2021) aus dem Stickerei-Geschäft ihrer Mutter Entwürfe, Stüpfelzeichnungen, Stickanleitungen, Stickereien und Abbildungen. Arbeiten, die Charlotte Bing für die Teilnehmerinnen ihrer Stickkurse fertigte. Die Stickereien zeugen vom Hausfrauenfleiss und von der textilen Innenraumausstattung des Schweizer Bürgertums zwischen 1934 und 1960.

Neben ihrem Atelier unterhielt Bing-Hübner eine weitere Einnahmequelle, die ihr höchstwahrscheinlich sehr entsprach. Sie unterstützte und beriet Drittpersonen beim Aufbau und der Pflege eigener Textilsammlungen. 2011 hatte das Textilmuseum die Gelegenheit eine solche Sammlung zu erwerben. Es handelt sich dabei um eine kleine, erlesene Spitzensammlung bei welcher Bing eine beratende Rolle spielte.

Die Arbeit wird als Beitrag des Neujahrsblatts 2027 des Historischen Vereins St. Gallen publiziert.

Foto © Tobias Siebrecht für das Textilmuseum St. Gallen